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Management & Leadership Teams & Collaboration

Führen ohne Vorgesetztenfunktion »Laterales Führen«

Du leitest das Projekt. Die Leute darin berichten an jemand anderen. In diesen zwei Tagen findest du heraus, woher dein Einfluss kommt, wenn dir die Weisungsbefugnis fehlt. Für Projektleiter*innen, Fachexpert*innen und alle, die Ergebnisse verantworten, ohne Chef*in zu sein.

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Über dieses Angebot - Übersicht

Montagmorgen, Projektmeeting. Du hast die Deadline zugesagt, drei Kolleg*innen aus anderen Abteilungen sollen liefern. Eine davon hat »eigentlich keine Zeit«, ihre Chefin hält wenig vom Projekt, und du kannst niemandem etwas anschaffen. Immer mehr Arbeit läuft genau so. In Projekten und Querschnittsaufgaben, zunehmend auch in agilen Teams, wird Verantwortung verteilt, während die Weisungsbefugnis bleibt, wo sie immer war. Wer in dieser Lage führt, merkt bald, dass freundliches Bitten und nachdrückliches Mailen ungefähr gleich weit tragen. Nämlich nicht besonders weit.
Einfluss ohne Hierarchie gibt es trotzdem. Er speist sich aus Fachwissen, aus Informationen, aus Beziehungen und aus dem Status, den du in einer Situation einnimmst. Genau damit arbeitest du in diesem Seminar. Du lernst, deine Machtquellen zu erkennen, deinen Status bewusst zu wechseln und Zusagen so zu verhandeln, dass sie auch halten. Und du übst die Gespräche, vor denen man sich am liebsten drückt: Kritik an Kolleg*innen, die dir formal nichts schulden.

Das nimmst du mit

  1. Du weißt, welche Machtquellen dir ohne Personalverantwortung zur Verfügung stehen, und setzt sie gezielt ein.
  2. Du erkennst, in welchem Status du gerade sprichst, und wechselst ihn, wenn die Situation es verlangt.
  3. Zusagen verhandelst du so, dass sie auch dann halten, wenn es im Projekt eng wird.
  4. Kritik und Abweichungen sprichst du bei Kolleg*innen an, ohne eine Sanktion im Rücken zu haben.
  5. Bei Widerstand im Projekt hast du mehr als eine Antwort parat.

Das erwartet dich

  • Prinzipien, Möglichkeiten und Grenzen des lateralen Führens.
  • Die eigene Rolle und Akzeptanz, wenn die Machtverhältnisse unklar sind.
  • Arten von Macht, von Expertenmacht bis Informationsmacht, und welche davon du längst nutzt, ohne es zu merken.
  • Persönliche Autorität und Status: deine eigene Strategie für Einfluss im Gespräch.
  • Fünf Motivationsstrategien für das Führen ohne Weisungsbefugnis.
  • Die Tücken der Delegation und der Umgang mit Widerstand.
  • Commitment verhandeln, damit Vereinbarungen Konsequenzen haben.
  • Kritik übermitteln und Abweichungen ansprechen, wenn dir die Sanktionsmacht fehlt.
  • Reflexion: Wie gestaltest du Beziehungen in Gruppen und Teams?

So läuft das ab

Zwei Tage in Präsenz, bei euch im Unternehmen oder in GfP Spaces01, mit maximal 12 Teilnehmer*innen. Kurze Inputs wechseln sich mit Einzelarbeit, Übungen in Kleingruppen und Diskussionen im Plenum ab. Du arbeitest dabei an deiner eigenen Führungssituation, und in festen Kleingruppen überlegt ihr gemeinsam, wie das Gelernte in euren Arbeitsalltag passt. Fragen zur Umsetzung kannst du auch nach dem Seminar noch per E-Mail an die Seminarleitung schicken.

Für wen ist das?

Für alle, die Ergebnisse verantworten, ohne disziplinarische Vorgesetzte zu sein: Projektleiter*innen, Teamkoordinator*innen, Product Owner und Fachexpert*innen mit Führungsaufgaben. Auch Führungskräfte in Matrixstrukturen, deren Weisungsbefugnis an der Abteilungsgrenze endet, finden hier ihre Fragen wieder. Wenn es dir vor allem darum geht, dein eigenes Team als Linienführungskraft zu führen, bist du bei »Führungspraxis: Grundlagen des Führens« besser aufgehoben.

Deine Superpower danach

  • Du bekommst Zusagen von Leuten, die dir nichts schulden. Ganz ohne Titel auf der Visitenkarte, mit einem Einfluss, den dir kein Organigramm verliehen hat.