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Management & Leadership Organisation & Transformation

Strategisches Denken entzaubert: Strategic Thinking für Führungskräfte

Strategisch denken gilt oft als Talent, das man hat oder eben nicht. Dabei lässt es sich üben wie ein Handwerk, in sechs Schritten. An einem Tag arbeitest du mit dem Modell SENSE, FRAME, IMAGINE, CHOOSE, TEST, LEARN an einer echten Herausforderung aus deinem Alltag. Für Führungskräfte und alle, die unter Unsicherheit entscheiden müssen.

Auf Anfrage / Inhouse / Coaching

Über dieses Angebot – Übersicht

Oktober, Budgetrunde. Die Ziele fürs nächste Jahr sind die vom letzten Jahr plus acht Prozent, die Maßnahmenliste ist lang, und alle sind beschäftigt. Ob die Annahme, auf der das alles steht, überhaupt noch stimmt, fragt niemand. Genau so wird Strategie im Alltag oft mit Planung verwechselt: Bestehende Ziele werden optimiert, Budgets verteilt, Maßnahmen geplant. Gleichzeitig müssen Führungskräfte entscheiden, obwohl Informationen fehlen, Entwicklungen sprunghaft verlaufen und wichtige Rahmenbedingungen unsicher bleiben.

Mit möglichst langen Plänen oder einem Koffer voller Strategie-Tools hat strategisches Denken wenig zu tun. Es heißt, relevante Veränderungen früh zu bemerken, eine Situation aus mehreren Blickwinkeln anzuschauen, die eigenen Annahmen zu hinterfragen und echte Alternativen zu entwickeln. Dann wird entschieden, inklusive der Dinge, auf die man verzichtet, und aus dem, was danach passiert, wird gelernt. Dieses Training macht daraus ein Modell mit sechs Schritten, das du an deiner eigenen strategischen Frage durchspielst. Am Abend hast du sie einmal komplett durchdacht und weißt, was du als Nächstes prüfst.

Das nimmst du mit

  1. Du unterscheidest strategisches Denken von Planung und operativem Problemlösen und merkst, in welchem Modus ein Meeting gerade läuft.
  2. Relevante Veränderungen und schwache Signale nimmst du strukturierter wahr, auch in der täglichen Informationsflut.
  3. Deine eigenen Annahmen und mentalen Modelle machst du sichtbar, bevor sie unbemerkt mitentscheiden.
  4. Ein Problem formulierst du aus mehreren Perspektiven neu und entwickelst dazu mehrere echte Alternativen.
  5. Prioritäten und Trade-offs benennst du klar, auch das, worauf du bewusst verzichtest.
  6. Typische Denkfehler bei strategischen Entscheidungen erkennst du leichter, bei dir selbst und im Team.
  7. Für deine eigene Herausforderung hast du das Modell einmal durchlaufen und weißt, welches Experiment du als Erstes startest.

Das erwartet dich

  • Worum es eigentlich geht: Was unterscheidet strategisches Denken von Planung, Analyse und operativem Problemlösen, und warum verwechseln wir das so oft?
  • SENSE: relevante Signale von der täglichen Informationsflut trennen. Welche Veränderungen bei Kund*innen, Technologie, Wettbewerb und Gesellschaft werden für eure Organisation wichtig?
  • FRAME: das richtige Problem finden. Oft lösen wir nicht das falsche Problem schlecht, sondern das falsch definierte Problem sehr gut. Dagegen helfen Reframing, Systems Thinking und die Trennung von Ursache und Symptom.
  • IMAGINE: Alternativen entwickeln, bevor entschieden wird, mit Zukunftsbildern, Szenarien, Perspektivenwechsel und »What if?«-Fragen.
  • CHOOSE: entscheiden und bewusst verzichten. Zu jeder guten Strategie gehört eine Liste der Dinge, die man nicht tut. Fokus, Priorisierung, Trade-offs, Opportunitätskosten und Ressourcenverteilung.
  • TEST: Strategie als Hypothese behandeln. Die Annahmen dahinter werden sichtbar gemacht und so formuliert, dass man sie überprüfen kann.
  • LEARN: neue Erkenntnisse in Entscheidungen und Ressourcen zurückführen, mit Feedback-Loops, Kurskorrekturen, strategischen Reviews und Double-Loop Learning.

So läuft das ab

Ein bis zwei Tag in Präsenz, bei euch im Unternehmen oder in GfP Spaces01, mit maximal 12 Teilnehmer*innen. Du bringst eine reale strategische Herausforderung aus deinem Arbeitsumfeld mit, deine Strategic Challenge. Sie begleitet dich durch den ganzen Tag: Auf dem Strategic Thinking Canvas bearbeitest du sie Schritt für Schritt entlang der sechs Phasen. Kurze Inputs zu fundierten Modellen wechseln sich mit Formaten wie Strategic Thinking Reality Check, Systems Mapping, Scenario & Option Lab, Assumption Mapping, Pre-Mortem und Peer Sparring ab. Zum Abschluss legst du fest, welche Frage du weiterverfolgst, welche Annahme du überprüfst, mit welchem Experiment du startest und welche Entscheidung ansteht. Dazu kommt eine kleine Denkgewohnheit, die du in den Wochen danach ausprobierst.

Für wen ist das?

Für Menschen, die regelmäßig mit komplexen Entscheidungen, Veränderung und Unsicherheit zu tun haben: Führungskräfte aller Ebenen, Geschäftsführungen und Bereichsleitungen, Nachwuchsführungskräfte und High Potentials. Ebenso für Projekt-, Programm- und Produktverantwortliche, Innovations- und Transformationsmanager*innen, Strategie- und Business-Development-Verantwortliche, Unternehmer*innen und Expert*innen, deren strategische Verantwortung gerade wächst. Am meisten bringt der Tag, wenn du eine Frage mitbringst, auf die du selbst noch keine Antwort hast. Wer eine Vorlage für den nächsten Planungsprozess sucht, wird hier eher irritiert. Für die Begleitung einer konkreten Unternehmensentscheidung über mehrere Termine gibt es »Strategieentwicklung & unternehmerisches Sparring«, für den Fokus auf persönliche Entscheidungsmuster »Entscheidungen leichter treffen«.

Deine Superpower danach

  • Du hast jetzt so etwas wie einen Röntgenblick für Annahmen und siehst, worauf ein Plan eigentlich steht. Zaubern kannst du trotzdem nicht, aber die wackelige Stelle prüfst du, bevor sie nachgibt.