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Management & Leadership

Expedition Führung - Das Führungs-Curriculum

Ein Führungsseminar erklärt dir, wie Führung geht. Die Expedition Führung begleitet dich drei Monate lang dabei, es zu tun: in drei Werkstätten, in einer festen Peergroup und mit persönlicher Lernbegleitung. Für Führungskräfte, die bereits führen oder kurz vor der Übernahme stehen.

Academy / Öffentlich buchbar / Inhouse

Über dieses Angebot - Übersicht

Für »richtige« Führung gibt es kein Rezept. Was im einen Team trägt, geht im nächsten schief, und was bei deiner Kollegin überzeugend wirkt, klingt bei dir aufgesetzt. Gute Führung ist passende Führung: passend zur Ausrichtung des Unternehmens, zum Team und vor allem zu dir als Person. Beliebig wird sie dadurch trotzdem nicht. Führung ist eine Leistung für das Unternehmen und für die Mitarbeiter*innen, und sie wird daran gemessen, was am Ende tatsächlich bewirkt wurde. Ein voller Kalender beweist dabei wenig.

Gleichzeitig verändert sich der Rahmen schneller, als Führungsmodelle nachkommen. Neue Organisationsformen, andere Erwartungen von Mitarbeitenden und Stakeholdern, Druck von oben und von unten. Wer führt, bewegt sich regelmäßig in Gelände, für das es noch keine Karte gibt. Daher der Name.

Die Expedition Führung nimmt sich für diese Auseinandersetzung rund drei Monate Zeit. Drei Präsenz-Werkstätten geben die Richtung vor. Dazwischen arbeitest du in einer festen Peergroup an deinem Führungsalltag weiter, begleitet von Trainer*innen, die selbst geführt haben. Das eigentliche Lernen passiert in diesen Wochen zwischen den Werkstätten, wenn du Neues im eigenen Team ausprobierst und danach mit anderen darüber sprichst, was funktioniert hat und was nicht. Parallel entsteht dein Persönlicher FührungsKompass, ein Instrument, das dich über die Expedition hinaus begleitet.

Das nimmst du mit

  • Du kennst deine Stärken, deine Antreiber und deine blinden Flecken als Führungskraft und weißt, welcher Stil zu dir passt.

  • Die zentralen Führungsinstrumente, von Zielen über Feedback bis zur Delegation, setzt du gezielter ein, weil du sie zwischen den Werkstätten im eigenen Team erprobt hast.

  • Veränderung in deinem Bereich gestaltest du bewusster und weißt, woran du Erfolg misst, ohne dich in Kennzahlen zu verlieren.

  • Mit dem Persönlichen FührungsKompass hast du einen konkreten Plan für deinen Führungsauftrag, den du nach der Expedition weiterverwendest.

  • Aus der Peergroup kennst du Kolleg*innen, die ähnliche Führungsfragen haben und mit denen du auch danach weiterdenken kannst.

Das erwartet dich

Die Expedition besteht aus drei FührungsWerkstätten, die jeweils eine Dimension von Führung in den Mittelpunkt stellen. Sie bauen aufeinander auf: von dir als Person über die Menschen, die du führst, bis zu deinem gesamten Verantwortungsbereich.

Werkstatt I: Führen mit Persönlichkeit (3 Tage)

Das wichtigste Führungsinstrument bist du selbst. Die erste Werkstatt beginnt deshalb bei dir, bei deinem Verständnis von Führung, deinen Antreibern und der Frage, wie du auf andere wirkst.

  • Führungsverständnis: Warum braucht es eigentlich Führung, und was leistet sie für den Unternehmenserfolg?
  • Persönlichkeit als entscheidender Faktor beim Führen.
  • Der Spagat zwischen Rolle, Funktion und Erwartungen.
  • Die Führungskraft als Vorbild, denn Führung fängt bei der Selbstführung an.
  • Selbst- und Fremdbild abgleichen und an deinem Auftreten arbeiten.
  • Selbstmotivation: Was treibt dich an?
  • Den eigenen Stil im Führungsdschungel finden und situativ passend führen.
  • Auch Führungskräfte sind nur Menschen. Umgang mit eigenen Ängsten, Stressoren und Blockaden.
  • Meetings und andere Kommunikationskanäle sinnvoll einsetzen.
  • Rahmenbedingungen für Teamarbeit und Kollaboration schaffen und weiterentwickeln.

Trainer*innen: Veronika Martinek und Clemens Stieger

Werkstatt II: Führen von Mitarbeiter*innen (2,5 Tage)

Führen heißt, Einfluss zu nehmen. Auf Mitarbeiter*innen, auf Kolleg*innen und nicht selten auch auf die eigenen Vorgesetzten. Die zweite Werkstatt widmet sich den zentralen Instrumenten dafür und dem Know-how, sie im Alltag anzuwenden.

  • Führung im Kontext als Basis für alles Weitere.
  • Führen im Sandwich zwischen Druck von oben und Druck von unten.
  • Führungskommunikation: gut zuhören und kluge Fragen stellen.
  • Konflikte und Auswege aus schwierigen und kritischen Situationen.
  • Motivation und Leistung. Wer Leistung einfordert, muss auch Sinn bieten.
  • Ziele so formulieren, dass sie die gewünschte Wirkung beschreiben.
  • Feedback, bei dem auch Feedback drin ist, wo Feedback draufsteht.
  • Ermächtigung: der Schieberegler zwischen Anweisung und Delegation.
  • Coaching- und Beratungstechniken, das »Schweizer Taschenmesser« und »Gaffa-Band« für knifflige Fragestellungen.

Trainer: Alexander Schön und Clemens Stieger

Werkstatt III: Führen zum Erfolg (3 Tage)

Wer führt, trägt Verantwortung dafür, dass am Ende etwas gelingt. Die dritte Werkstatt nimmt deinen ganzen Verantwortungsbereich in den Blick: wie du Veränderung gestaltest, Innovation ermöglichst und deine Einheit steuerst. Die Werkzeuge dafür kannst du direkt in der Woche danach einsetzen.

  • Unternehmertum durch Agilität und die Förderung von Innovationsfähigkeit.
  • Führung und Kommunikation in Veränderungsprozessen, inklusive der Dynamiken, die Organisationen dabei entwickeln.
  • Passende Strukturen und Prozesse für den eigenen Verantwortungsbereich.
  • Change Management nach dem GfP-Ansatz und die Erfolgskriterien von Veränderung.
  • Strategisches Management: Was heißt Erfolg für deine Organisationseinheit?
  • Erfolgshandlungsfelder und Kennzahlen, nach dem Prinzip »weniger ist mehr«.
  • Lernkultur, damit deine Einheit lern- und anpassungsfähig bleibt.

Trainer: Reinhard Bacher und Clemens Stieger

Der Persönliche FührungsKompass

Führung soll Orientierung geben. Aber woran orientierst du dich selbst? Für diese Frage hat die GfP vor rund 20 Jahren den Persönlichen FührungsKompass (PFK) entwickelt. Er hilft dir, deine Führungsarbeit auszurichten, unterschiedliche Erwartungen auszubalancieren und handlungsfähig zu bleiben, wenn es unübersichtlich wird. Du erarbeitest ihn parallel zu den Werkstätten, mit Anleitungen, Struktur und laufender Begleitung durch die Trainer*innen. Am Ende steht ein konkreter Plan, wie du deinen Führungsauftrag im Alltag umsetzt.

So läuft das ab

Die Expedition läuft über rund drei Monate, in Gruppen von maximal 12 Personen. Sie verbindet drei Lernstränge, die ineinandergreifen.

 

 

FührungsWerkstätten. Drei Präsenzmodule in GfP Spaces01 in Wien, insgesamt achteinhalb Tage. Hier werden Konzepte und Werkzeuge vorgestellt und gleich erprobt, in Impulsvorträgen, Simulationen, Fallstudien, Lernstationen und Experimentierräumen. Kommunikative Skills werden intensiv trainiert, und immer wieder wählst du selbst, welche Schwerpunkte du vertiefen willst.

Peergroups. Schon in der ersten Werkstatt bilden sich feste Peergroups. Zwischen den Modulen arbeiten sie vorwiegend online und in agiler Arbeitsweise weiter, an Führungsthemen aus dem eigenen Alltag und am Persönlichen FührungsKompass. Hier landet das Gelernte im echten Führungsalltag.

Individuelle Lernbegleitung. Eine*r der Trainer*innen begleitet dich während der gesamten Expedition mit vier Stunden Coaching und Lernbegleitung. Dort ist Platz für die Fragen, die in keine Gruppe passen.

Keine Expedition gleicht der anderen, weil die Gruppe Dynamik und Schwerpunkte mitprägt und ihre Anliegen in den Ablauf einfließen. Wer die eigene Standortbestimmung vertiefen will, kann vor der ersten Werkstatt oder währenddessen optional eine individuelle Potenzialanalyse durchlaufen.

Für wen ist das:

Für Führungskräfte, die bereits Verantwortung für ein Team tragen oder unmittelbar vor einer konkreten Funktionsübernahme stehen, und die ihre Führung entwickeln wollen, statt nur mehr darüber zu wissen. Die Expedition verlangt Zeit, auch zwischen den Werkstätten: für die Peergroup, für das Ausprobieren im eigenen Team und für die Arbeit am Kompass. Wenn du diese Zeit in den 3 Monaten realistisch nicht aufbringen kannst, ist der nächste Durchgang die bessere Wahl.

Die Expedition ist nicht das Richtige, wenn du ein Seminar suchst, das du nur abhakst.

    Deine Superpower danach

    • Du fühlst dich in deiner Führungsrolle sicher und hast einen Kompass, den du selbst gebaut hast. Er zeigt dir kein fernes Gipfelkreuz, aber zuverlässig die nächste sinnvolle Richtung, auch wenn das Gelände wieder einmal auf keiner Karte steht.